Krisenintervention: Neue Zeiten, andere Ziele

In den letzten Jahren hat sich auf dem Gebiet Autismus einiges bewegt, für die direkt und indirekt Betroffenen ist das aber in vielen Fällen zu langsam und noch immer zu wenig. Wesentliche Entwicklungen fehlen nicht nur im Schulbereich (LehrerInnenausbildung, Schulsystem) auch im medizinischen Bereich blieben wichtige Anliegen unerhört.
Im Juni 2014 haben wir uns in einem eingeschriebenen Brief an den Gesundheitsminister mit der Bitte um ein Gespräch gewandt. Einen besonderen Schwerpunkt der Anliegen stellt die unserer Meinung nach katastrophale Situation der Krisenintervention dar. Wir bitten in diesem Schreiben, das Sie hier nachlesen können, um Anhörung und Einbindung in qualitätssichernde Maßnahmen im Bereich der Medizin. Die einzige Anlaufstelle für Krisenintervention, die medizinische Ressourcen erfordert, scheint für ganz Österreich der Pavillon C am Rosenhügel zu sein, mit monatelangen Wartezeiten. Es dürfte, so manche Insider, zu Neustrukturierungen kommen. Wir wären bereit, nicht nur die Nöte darzustellen, sondern auch unser Wissen einzubringen. Bis jetzt blieb unser Brief unbeantwortet. Allerdings wurde vom Ministerium ein Forschungsauftrag vergeben, mit dem Sorgen, Anliegen und Wünsche der im Autismusbereich Betroffenen erhoben werden.
Anton Diestelberger stellte sich in diesem Zusammenhang für ein umfangreiches Interview zur Verfügung und verwies dabei auch auf das Schreiben und seine Entstehungsgeschichte. Die Berufung der neuen Ministerin mag aktuell als ein Grund für das ausstehende Antwortschreiben zu sehen sein.
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