Licht- und Schattenseiten 2026

Gute und schlechte Neuigkeiten werfen gleichsam ihr Licht auf das derzeitige Vereinsjahr. Alle spüren, dass die Zeiten rauer werden. Düster stellen sich viele Bedingungen dar, die von außen an uns herangetragen, bzw. die uns aufgebürdet werden. Das beklemmende Gefühl, zwischen „Mahlsteinen“ aufgerieben zu werden, beschleicht einem dadurch. Der Spardruck auf der einen Seite und steigende Bürokratie, überzogene Erwartungen und Anforderungen auf der anderen Seite erzeugen Druck.

Fakt ist, dass Gehälter, Mieten, Energiekosten, Versicherungen, kurz alle Allgemeinkosten deutlich steigen, der FSW den Trägerorganisationen für 2026 aber nur eine Erhöhung von einem Prozent zubilligen kann, auch hier sind die Mittel knapp. Sparen ist daher eine Notwendigkeit, aber wo? Aus unserer Sicht bilden die Mittel, die der FSW und der Dachverband für sich beanspruchen, und jene, die den Trägervereinen zur Verfügung gestellt werden, eine Einheit im Soziabudget. Es wird daher nötig sein, gemeinsam Lösungen zu finden und dabei immer auch an die Positionen aller zu denken.

Gleichbleibende Leistungen zu erwarten und gleichzeitig Sparen zu verlangen, das kann nicht funktionieren. Um den laufenden Betrieb finanzieren zu können, muss die Kostendeckung der „Grundversorgung“ bei uns als Trägerverein erreicht werden. Wir können uns vorstellen, durch besondere Anstrengungen in der Öffentlichkeitsarbeit Mittel für Anschaffungen und Ergänzungen im pädagogischen Gesamtkonzept aufzutreiben. Wir müssen Wege finden in einem offenen Austausch vieles neu zu definieren. Ein konstruktives Vorgehen ist notwendig und in gegenseitiger Wertschätzung zu erledigen: Perspektivenwechsel ist das Zauberwort! Wir könnten gemeinsam eine Prioritätenliste erstellen. Schaffen wir das nicht, könnten wir zerrieben werden.

Dunkle Wolken ziehen auf und würden alles ersticken, gäbe es da nicht helle Momente und rettende Sonnenstrahlen, die alles in ein neues Licht tauchen. In der momentanen Situation eröffnen Spenden für uns neue Möglichkeiten – und das in einem nicht zu erwartenden Rahmen. Die Aktion der Rapid Ultras hat viel bewegt. So schmerzhaft es ist, dass Fußballspiele immer wieder außer Kontrolle geraten, so großartig und sozial engagiert haben wir viele von ihnen erlebt.

Mit Hilfe derartiger Spenden werden wir Maßnahmen umsetzen, für die uns die öffentliche Hand derzeit keine Mittel zur Verfügung stellen kann: Einbau von Ruhenischen im Gangbereich und in Zonen der Tagesstruktur, Ausbau in den Freibereichen (Hochbeete, Glashaus, Gartenhaus), Ergänzungen in den Werkstätten.

Wir bringen viel ein und werden die Zukunft des Vereins absichern. Wir trauen uns zu, ein „Grundgerüst“ mit zeitgemäßen Innovationen über das Normale zu ergänzen, aber die wirtschaftliche Existenz als Grundvoraussetzung durch die öffentliche Hand muss gesichert bleiben.

 

Weitere Beiträge