Umgang mit Autisten
Pädagogischer Umgang mit autistischen Menschen ist eine spezielle Herausforderung. Autisten sind im besonderen Maße von den Menschen abhängig, die sie umgeben.
Wer diese pädagogische Herausforderung annimmt, soll wissen, dass gar vieles von ihm verlangt wird, andererseits wird er aber mit neuen Einsichten zu neuen pädagogischen Qualitäten vordringen.
Erfolgreich kann ein Pädagoge mit Autisten nur arbeiten, wenn er diese Arbeit auch will. Die Einstellung ist entscheidend.
Autisten sind ganz besondere pädagogische Anzeiger. Sie sind förderbar. Der Weg, der ihnen offen steht, ist allerdings sehr schmal. Jene Methoden, die für Autisten geradezu "lebensnotwendig" sind, helfen aber auch vielen anderen Kindern. Die konforme Methode ist das "strukturierte Lehren und Lernen". Dabei kommt es darauf an, zu eruieren, wo in seiner Entwicklung ein Mensch steht, um ihn dort abzuholen.
Welche Ziele sollen erreicht werden und aus welchen Teilzielen setzen sich diese zusammen? Welche psychischen Funktionen und Operationen sind Voraussetzung, um diese erreichen zu können? Was steht Menschen im Wege, nimmt ihnen Handlungsvielfalt, schränkt ein, behindert sie?
Es sollte Ziel sein, möglichst viele Sinne bei der Vermittlung von Inhalten anzusprechen, um diese über unterschiedliche Kanäle wie Optik, Akustik oder Motorik "ins System" zu bringen.
Arbeit mit autistischen Menschen ist gleichsam die "hohe Schule der Pädagogik". Wer jene Methoden kennen, anwenden und entwickeln lernt, die bei Autisten greifen, besitzt schließlich ein großes Repertoire, das einen auch im Umgang mit anderen Kindern erfolgreich werden lässt. |
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