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Die Frage der Intelligenz

„Für autistische Syndrome besteht bei den Erkrankungen vom Kanner-Typ bei 75 bis 90 % ein IQ von weniger als 70, also eine wenigstens leichte Intelligenzminderung, während beim Asperger-Syndrom die Intelligenz unbeeinträchtigt erscheint. Autistische Züge allein sagen nichts über intellektuelle Beeinträchtigungen aus, wenngleich sie mit ihnen häufig assoziiert sind.“ (PETERMANN, Franz (Hrsg.): Lehrbuch der Klinischen Kinderpsychologie und -psychotherapie. - Göttingen, Bern, Toronto, Seattle: Hogrefe, 2000, S. 374)

Zur Feststellung von Intelligenz werden spezielle Intelligenztests herangezogen. Allein die Verwendung verschiedener Tests bringt unterschiedliche Ergebnisse.

Autistische Kinder werden in der Schule häufig wesentlich „strenger“ beurteilt als andere, weil sie durch ihre speziellen Eigenheiten, vor allem jenen der Sprache und des Verhaltens, auffallen.

Eltern muss abgeraten werden, in Zusammenhang mit der Einschulung ihres autistischen Kindes, einen Intelligenztest für die Entscheidungsfindung heran zu ziehen. Entscheidend für den schulischen Erfolg ist die vertrauensvolle Zusammenarbeit Lehrer - Eltern - Kind. Auf die Lehrerpersönlichkeit kommt es besonders an.

Testverfahren haben im weiteren Verlauf ihre Berechtigung, allerdings nur dann, wenn sie nicht „defizitorientiert“ sind, sondern Fördermöglichkeiten und Kompetenzerwerb im Auge haben.
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